Dekantieren oder Karaffieren? Wir helfen!

Dekantieren oder Karaffieren? Wir helfen!

Dekantieren? Das ist mir doch irgendwo schon mal begegnet? Als ich das erste Mal davon hörte, war mir eigentlich ganz klar – Dekantieren soll dem Wein Sauerstoff zuführen, um so die Aromen zu entfalten. Im weiteren Verlauf meiner langen Affinität zu weinhaltigen Getränken wurde mir immer klarer, dass sich das Dekantieren nicht so leicht definieren lässt. Neben dem Dekantieren gibt es nämlich auch noch das Karaffieren. Im Normalfall spricht man aber bei beiden Verfahren vom Dekantieren.

Doch beginnen wir zunächst mit ein wenig Theorie. „Decanter“, französisch für umfüllen, abgießen oder auch klären, beschreibt ausschließlich den Vorgang der Trennung von Bodensatz und Wein. Der angesprochene Bodensatz (Depot) ist keinesfalls ein Weinfehler. Er entsteht im Laufe der Monate oder Jahre durch das Absetzen von Trubteilchen oder durch Kristallisieren von Weinsäure – bekannt auch als Weinstein.

Das Karaffieren wiederum soll dem Wein Sauerstoff zuführen. Daher wird beim Karaffieren meist ein Gefäß mit großer Oberfläche gewählt, sodass ein massiver Sauerstoffaustausch stattfindet. Beim Karaffieren ist oft auch das Dekantieren notwendig, da ältere Rotweine zum Teil ein Depot besitzen.

Richtig Dekantieren!

Um den Bodensatz optimal vom Wein zu trennen, müsst ihr folgende Schritte beachten. Ihr müsst den Wein vorsichtig in das Dekantiergefäß umfüllen. Schluck für Schluck. So sanft wie möglich, damit wenig Sauerstoff mit dem Wein reagiert. Es wäre ratsam, eine Kerze oder ein Feuerzeug an den Boden der Flasche zu halten. So ist es möglich den Bodensatz besser zu sehen, um so die meiste Ausbeute des guten Weines zu dekantieren. Als Dekantiergefäß sollte ein Behältnis mit einer kleinen Oberfläche gewählt werden, um dadurch dem Wein so wenig Sauerstoff wie möglich zu verpassen.

Richtig Karaffieren!

Bevor man den Wein karaffiert, sollte man testen, ob der Wein überhaupt atmen muss. Dies muss jeder nach eigenem Gefühl entscheiden. Kurz probieren, einschätzen und entscheiden. Falls es notwendig ist, kann man ruhig protzen. Der Wein kann mit Schwung in die große Karaffe geschüttet werden – ohne Rücksicht auf Verluste. Dadurch erhaltet ihr den meisten Sauerstoffaustausch. Nun sollte man den Wein nach und nach probieren, bis man zufrieden ist mit der Aromaausprägung.

Fazit

Am Ende ist es ratsam, den Wein vorher unter die Lupe zu nehmen, um dann den richtigen Schritt zu wählen. Beim Karaffieren wird meist das Dekantieren zugleich angewandt, da sich bei älteren Rotweinen oft ein Depot gebildet hat. Faszinierend ist es unseren Bio Rosé Vegan 2014 zu karaffieren. Erst durch den Sauerstoffaustausch entfaltet sich die volle Aromavielfalt. Probiert es aus!

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