Die Weinregion Ribera del Duero

Die Weinregion Ribera del Duero

Benannt nach dem die Weinregion durchfließenden Río Duero liegt das berühmte Weinanbaugebiet Ribera del Duero mitten in der Region Kastilien-León. Geographisch handelt es sich um einen 115 km langen und 35 km breiten Landstreifen auf der kastilischen Hochebene, der in die Provinzen Burgos, Segovia, Soria und Valladolid unterteilt ist. Der Boden ist sandig und befindet sich auf massiven Schichten aus Sandstein. Ribera del Duero hat über 20.000 ha Rebfläche, die von unterschiedlichen Winzern bewirtschaftet wird.

Bei einer geringen Niederschlagsmenge und einem folglich eher trockenen Klima, sorgen die 2.350 Sonnenstunden pro Jahr in Verbindung mit nährstoffreichem Böden für optimale Weinanbaubedingungen. In den 1980er und 1990er Jahren erlebte das Gebiet eine rasante Entwicklung und gehört mittlerweile zu den bekanntesten Regionen Spaniens. Innerhalb kürzester Zeit hat sich Ribera del Duero auf den internationalen Märkten einen sehr guten Namen erarbeitet.

Die Geschichte des Weinbaus in Ribera del Duero ist lang. Historische Dokumente belegen, dass in der Ribera del Duero bereits seit dem 6. Jahrhundert Weinreben angebaut wurden. Trotz der Belege aus frühester Zeit begann der systematische Weinbau im 10. und 11. Jahrhundert mit der Gründung der Städte San Esteban de Gormaz, Roa, Aranda de Duero oder Peñafil. Schon bald entwickelte sich der Wein zu einem Handelsgut in das übrige Kastilien, was für den Status der Weinregion sehr positiv war. Am 21. Juli 1982 erhielt Ribera del Duero den Status einer D.O. (Denominacion de Origen).

Die Rebflächen im Ribera del Duero werden von ungefähr 140 kleinen familiären und größeren Weingütern betrieben, die daraus jährlich durchschnittlich 50 Millionen Liter Rotwein keltern. Wunderschöne Jahrhunderte alte Rundbogenkeller in bis zu 17 Metern Tiefe, die auch heute noch zur Lagerung genutzt werden, und eine Menge traditioneller Lagerhäuser zeugen von einer genauso langen und etablierten wie lebendigen Weintradition.

Ribera del Duero ist eine der Gegenden, in denen der Tempranillo, der im Spanischen Tinta del Pais heißt, voll zur Entfaltung kommt. Wörtlich übersetzt heißt tempranillo „kleine Frühe“. Die Tempranillo-Beeren sind kleiner als anderes Traubenmaterial und werden etwas früher reif; der Most ist somit konzentrierter. Tempranillo-Beeren dienen zur Erzeugung dunkler, langlebiger Weine. Diese zeichnen sich durch elegante Weiche und süße Tannine aus, weshalb sie auch schon als Jungweine trinkbar sind. Ihre wahre Größe zeigt die Tempranillo Rebsorte aber erst nach Jahren der Reifung in Barriquas, kleinen Eichenholzfässern, die zum Ausbau und zur Reifung der hochwertigen Weine eingesetzt werden.

Im nächsten Artikel berichten wir euch von unserer Tour nach Ribera del Duero! Ein Blick lohnt sich!

Pin It on Pinterest