Kopfschmerzen durch Alkohol? Nicht mit mir!

Kopfschmerzen durch Alkohol? Nicht mit mir!

Ein Wiedersehen mit alten Freunden, die Geburtstagsparty eines Bekannten um die Ecke, nie enden wollende Familienfeste, die Weihnachtsfeier mit den Kollegen oder einfach nur ein Abend mit der besten Freundin oder dem besten Freund zu Hause am Küchentisch – Gelegenheiten zum Anstoßen mit einem Gläschen Wein oder zwei oder manchmal auch drei gibt es genügend. So schön diese feuchtfröhlichen und teilweise auch unvergesslichen Abende auch sein mögen, die Kopfschmerzen am Morgen lassen uns schnell erahnen, dass man auf das letzte Glas Wein am Abend mit Schwager Theo wohl besser hätte verzichten sollen.

Kopfschmerzen durch biogene Amine

Auch wenn es sich in diesen Momenten anfühlt, als wäre Alkohol allein der Übeltäter und vor allem die Ursache der Kopfschmerzen oder gar Migräne, täuscht ihr euch. Seit wenigen Jahren weiß man, dass jeder Wein biogene Amine enthält, welche wiederum verantwortlich für so manche körperlichen Beschwerden sein können. Was genau hinter diesem Begriff steckt und welche Auswirkungen biogene Amine im Zusammenspiel mit Alkohol haben, das erläutern wir euch im Folgenden.

Biogene Amine sind Eiweißabbauprodukte und in vielen Nahrungsmitteln wie beispielsweise in Wein, Bier oder gereiftem Käse enthalten. In Fischprodukten und Salami kommen diese in besonders hoher Dosierung vor. Ein sehr wichtiger Vertreter der biogenen Amine ist das Histamin. So kann man auch von einer Histaminintoleranz sprechen, wenn man beim Verzehr von eben diesen Lebensmitteln oder auch Wein, entsprechende körperliche Reaktionen zeigt. Vielleicht habt ihr bereits den einen oder anderen Freund, der sich damit plagt oder seid sogar selbst betroffen, denn: Eine deutliche Zunahme dieser Art von Intoleranz ist seit Jahren erkennbar.

Histaminintoleranz

Folgen einer Histaminintoleranz sind erhöhte Histaminwerte und eine erniedrigte Diaminoxidase, ein köpereigenes Enzym, welches durch biogene Amine und Alkohol in seiner Wirkung gehemmt werden kann. Die sogenannte Alkoholdehydrogenase ist das Enzym, das im Körper für den Abbau des Alkohols zuständig ist und mit den anderen Enzymen um den benötigten Sauerstoff wetteifert. Wenn man nun Alkohol und biogene Amine gleichzeitig aufnimmt, wird der Alkohol zuerst abgebaut und in der Folge vermehrt sich das Histamin. Somit steigt auch die Gefahr nach einem ausgedehnten „Feierabend“ morgens mit Kopfschmerzen und Übelkeit aufzuwachen.

Dass Wein bei manchen Personen im direkten Zusammenhang mit Kopfschmerzen stehen kann, ist also insbesondere den biogenen Aminen verdanken. Doch die Amine gelangen nicht nur auf natürliche Weise, also durch die Trauben in den Wein. Viel entscheidender ist der Herstellungsprozess, welcher den Grad der Amine nachhaltig beeinflusst wie die Art der Gärung und die anschließende Reifung im Keller.

Fazit

Die Deklaration von biogenen Aminen im Wein ist leider noch Zukunftsmusik. Bevor man jedoch ganz auf die edlen Tröpfchen verzichtet, sollte man sich beim Weinkauf an biologisch arbeitenden Spitzenbetrieben orientieren, die sich mit der Thematik der biogenen Aminen bereits ausreichend auseinandergesetzt haben und beim komplexen Herstellungsprozess auf schonende Verfahren besonderen Wert legen. Um euch die Kopfschmerzen zu ersparen, erschufen wir Weine mit niedrigen Histaminwerten – vorallem bei Weiß- und Roséweinen.

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