FAQ Olivenöl

Ist Olivenöl zum Backen und Braten geeignet?

Es ist nicht nur geeignet, es wird sogar empfohlen! Sowohl aus ernährungswissenschaftlicher Sicht als auch vom geschmacklichen Aspekt her ist es dafür bestens geeignet. Die butterlosen Mittelmeerländer nutzen Olivenöl daher schon seit Jahrhunderten in der Küche. Olivenöl nativ extra sollte man allerdings nur bis 180° C erhitzen, da es dann seinen Rauchpunkt erreicht.

Wie lagere ich Olivenöl richtig?

Olivenöl ist licht- und luftempfindlich, weshalb wir unsere Öle auch nur in der lichtundurchlässigen Bag-in-Box verkaufen. Durch die hermetische Eigenschaft der verwendeten Schläuche dringt auch nach Öffnung keine Luft an das Öl. Auf erhöhte Temperaturen reagiert das Olivenöl mit einer schnelleren Alterung, weshalb es ratsam ist, Olivenöl möglichst dunkel und zwischen 14 und 18 °C aufzubewahren. Durch zu niedrige Temperaturen (unter 7°C) kann das Öl flocken. Dies ist allerdings absolut unbedenklich, da es keinerlei Qualitätseinbußen mit sich bringt und sich die Flocken bei steigender Temperatur von selbst wieder auflösen.

Ist Olivenöl gesund?
Olivenöl enthält reichlich einfache ungesättigte Fettsäure und wirkt sich gut auf den Cholesterinspiegel aus. Des Weiteren enthält unser hochwertiges Olivenöl über 200 andere Stoffe, wie Polyphenole, Antioxidantien und Vitamine (Vitamin E und Provitamin A), von denen einige in der menschlichen Ernährung eine wichtige Rolle spielen. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass der Anteil der hochwertigen Inhaltsstoffe mit der Qualität des Olivenöls steigt.
Worin liegen die Qualitätsunterschiede bei Olivenöl?

Olivenöl lässt sich in drei verschiedene Qualitätsstufen einordnen: Für das beste Native Olivenöl extra (ital.: Extra Vergine) werden die Oliven im optimalen Reifestadium vom Baum gepflückt und innerhalb kürzester Zeit ohne Einsatz von Hitze oder Chemikalien verarbeitet. Es kommt weder zu Oxidation noch zu Fermentation. Außerdem weißt das Öl maximal 0,8 Prozent freie Fettsäuren auf. Für die Herstellung des nativen Olivenöls sind die verwendeten Oliven nicht ganz frisch oder gar beschädigt. Dieses Öl kann Freie Fettsäuren bis zu einem Gehalt von 2 Prozent enthalten. Lampantöl wird aus verdorbenen, vom Boden aufgesammelten, sogar angefaulten Oliven hergestellt. Es gelangt erst nach einem chemischen Raffinationsprozess bei Temperaturen von über 100 Grad und Vermischung mit einer kleinen Menge nativem Olivenöl in die Supermärkte, da es sonst mit seinem Geschmack den Verbraucher abschrecken würde.

Was sagt Kaltepressung über die Qualität des Öls aus?

Die Kaltpressung war vor allem in früheren Zeiten durch den Durchlauf mehrerer Pressvorgänge ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Das bereits aus der kalten Pressung gewonnene Olivenöl beinhaltet mehr gesunde Inhaltsstoffe und ist von höherer Qualität. Um hingegen nach mehreren Pressgängen den allerletzen Tropfen Öl aus dem Olivenbrei zu gewinnen wird dieser mit heißem Wasser übergossen. Durch die Hitze gehen Vitamine verloren und das Öl verliert an Qualität. Native Olivenöle extra dürfen laut Olivenöl-EU-Verordnung während ihres Herstellungsprozesses generell keinen Temperaturen über 27 Grad Celsius ausgesetzt werden.

Warum einen höheren Preis bezahlen, um gute Olivenöl-Qualität zu bekommen?
Auf dem Etikett als hochwertig Native Olivenöle extra ausgezeichnet, handelt es sich oft nur um billige Lampantöle. Das Olivenöl wird oft mit teilweise hydrierten Ölen gepanscht. Diese sind Öle, die unter Hitzeeinwirkung mit Wasserstoff und bestimmten Chemikalien behandelt werden um sie zu konservieren. Der Hinweis auf Hydrierung muss nicht auf dem Etikett erscheinen, solange der Anteil dieser beigemischten hydrierten Öle unter 20 Prozent bleibt. Durch Vermischung verschwinden die gesundheitlich positiven Auswirkungen des Olivenöls nahezu vollkommen, während die Giftstoffe der stark verarbeiteten, teilweise hydrierten Öle unseren Körper angreifen. Somit handelt es sich bei günstigen als Native Olivenöl extra ausgezeichneten Ölen nicht unbedingt um hochwertiges Olivenöl.

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