FAQ Sekt – Qualitätsschaumwein


Die uns häufigsten gestellten Fragen zum Thema Sekt – Qualitätsschaumwein

Worum handelt es sich bei der Sektsteuer?

Die Sektsteuer, welche 1,02 € pro Flasche beträgt, ist ein Relikt aus dem Jahre 1902. Von Kaiser Wilhelm dem II. eingeführt, war sie ursprünglich zur Finanzierung der Kriegsflotte eingeführt worden. Die Kriegsflotte gibt es nicht mehr, die Sektsteuer dagegen blieb erhalten.

Ist alles, was sprudelt, Sekt?

Die allgemein gebräuchliche Bezeichnung „Sekt“ für alles, was blubbert, ist ein weitverbreiteter Irrtum, da es sich hierbei um einen genau definierten Begriff handelt. Das europäische Weinrecht unterscheidet zunächst sehr genau zwischen Schaum- und Perlwein. Letzterer ist laut EU-Verordnung mit einem Mindestdruck von mindestens 1,0 und höchstens 2,5 bar mit Kohlensäure zu versetzen und besitzt einen Alkoholgehalt von mindestens 7 %. Wie die Kohlensäure in die Flasche gelangt (meist in einem Drucktank zugeführt), ist dabei allerdings nicht vorgeschrieben. Diese Weine werden als Perlweine bezeichnet.

Ab 3,0 bar handelt es sich laut EU-Definition um Schaumwein und die bereits erwähnte Sektsteuer wird fällig. Steht nur „Schaumwein“ (im Gegensatz zu „Schaumwein mit zugesetzter Kohlensäure“) auf dem Etikett, muss die Kohlensäure das Resultat einer zweiten Gärung sein.

Ab wann sprechen wir von „Sekt“?

Erst wenn die Mindestlagerzeit von 9 Monaten erfüllt wurde, der Alkoholgehalt mindestens 10% und der Druck 3 bar beträgt, darf die Bezeichnung „Sekt“ als einziges Synonym für „Qualitätsschaumwein“ benutzt werden. Des Weiteren muss die Kohlensäure zwingend durch eine zweite Gärung entstanden sein. Ein beliebiger Blubberwein ist also keinesfalls gleich Sekt!


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